Suchaktion findet ein gutes Ende
Geistig und körperlich behinderter Mann wieder da
von Frank Schedwill, 20.05.08, 18:30h, aktualisiert 20.05.08, 20:08h
Grillenberg/Horla. Glückliches Ende einer dramatischen Suchaktion: Beamte und Rettungskräfte haben in der Nacht zum Dienstag den Wald bei Grillenberg nach einem geistig und körperlich behinderten Mann durchkämmt. Der 68-Jährige konnte erst am Dienstagmorgen von einer Autofahrerin gefunden werden.
Nach Polizeiangaben war der Rentner, der sich mit einer Reisegruppe aus Bernau derzeit in Grillenberg aufhält, gegen 17.45 Uhr zu einem Abendspaziergang in ein angrenzendes Waldstück aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Etwa zwei Stunden später wurde der 68-Jährige als vermisst gemeldet.
Die Polizei suchte daraufhin mit einem Großaufgebot nach dem Mann. Unterstützt wurden die 15 Beamten von der Grillenberger Feuerwehr mit neun Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen sowie einem Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera. Außerdem waren insgesamt zehn Suchhunde der Polizei, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aus Halle, des Roten Kreuzes und der Johanniter Unfallhilfe aus Weimar im Einsatz. Sie durchkämmten das Waldgebiet. In Wettelrode und Wippra gab es zusätzlich Lautsprecherdurchsagen. Gegen 5 Uhr wurde die Suche ergebnislos abgebrochen.
Als gegen 7 Uhr bereits erneut ein Hubschrauber auf dem Weg und auch die Bereitschaftspolizei angefordert war, wurde der Rentner an der Landstraße zwischen Rotha und Passbruch von einer Autofahrerin gesehen. Der Mann machte dabei so einen hilflosen Eindruck, dass die Arzthelferin, die keine Kenntnis von der Suchaktion hatte, anhielt. Sie setzte den Mann dann in ihr Auto und fuhr ihn zum Revierkommissariat nach Sangerhausen. Von dort wurde der 68-jährige zur Untersuchung ins Sangerhäuser Krankenhaus gebracht. Er habe die Nacht im Freien gut überstanden, sagte Ulrike Diener, die Sprecherin der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd in Halle: "Es geht es ihm den Umständen entsprechend gut."
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